montags um vier

DIe Soziologin und Fotografin Patrizia Gapp schätzt das Medium Fotografie, um sich mit Themen unserer Zeit und ihrer Generation auseinanderzusetzen. Ihre Arbeiten, zumeist in Serien, drehen sich um Rollenbilder, Fragen um Identität, Beziehungen, Heranwachsen und Migration.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts kommt es zum ersten Kontakt zu Jugendlichen mit migrantischem Hintergrund. Durch Gespräche, Interviews, auch Kontakt zu MigrantInnenorganisationen erhält sie einen wachsenden Einblick in die Lebenswelt der Jugendlichen. Ihr Interesse richtet sich mehr und mehr auf die Lebensentwürfe und -situationen der Mädchen und jungen Frauen: »Während der ausgedehnten gemeinsamen Nachmittage erzählen sie mir von der Schule, ihren Freunden, Ängsten und Plänen, ihren Interessen und ihren Familien. Immer wieder werde ich von neuen Sichtweisen überrascht, muss eingestehen, dass auch ich ein vorgefertigtes Bild über sie bereits im Kopf hatte. Aber das verschwimmt langsam und ist nicht mehr eindeutig. Und auch die Mädchen sind überrascht. Von meinem Interesse und der Energie, die ich in dieses Projekt stecke. Aus diesem wechselseitigen Prozess und Austausch heraus entsteht eine sehr intime Serie von Fotografien.«

(Rainer Iglar)

8 -c prints, 50 x 50 cm auf Aluminium

Die Arbeit wurde 2008 in WIen im Rahmen des Kunstfestivals Soho in Ottakring gezeigt und 2010 auf der Triennale Linz 1.0 in der Landesgalerie Linz.