freischwimmen

...als sie den Fisch putzt spürt sie plötzlich das Leben wieder. Es ist nur ein kurzer Augenblick der aufflackert, intensiv, klar und von Bedeutung, aber nicht von Dauer.
Sie mag den Herbst nicht. Die Stimmung und die Müdigkeit der Menschen erdrücken sie, nehmen ihr die Luft, den Atem, die Normalität der Menschen im Alltag ist unerträglich. Im Traum begegnet sie sich selbst wieder, kann es kaum erwarten sich kennen zu lernen, von außen zu betrachten. Interessiert und neugierig schleicht sie um sich herum wie eine Katze, die sich nicht fangen lassen will. Wer ist diese Person, wie wirkt sie auf andere. Das Traumbild scheint völlig furchtlos und stark, ganz anderes als sie selbst...

Als Objekt der Betrachtung und als Betrachterin selbst, im Abseits und im Mittelpunkt wirkt die Protagonistin dieser Fotoserie, die ganz bewusst der Phantasie des Publikums überlassen bleibt. Die Bilder sind offen und vieldeutig, jedes Bild erzählt seine eigene Geschichte. In der Serie fließen die Bilder ineinander, ergänzen sich, lassen neue Interpretationen zu, ohne eine innere Logik zu verfolgen, ohne alle Akteure miteinzubeziehen.

13 schwarz- weiss prints, gerahmt
50 x 50 cm

Die Fotoserie wurde 2008 im Rahmen des Monats der Fotografie in Wien gezeigt.